Teenager: Wohin, mit wem und bis wann ausgehen?

Teenager müssen die Welt entdecken. Auch nachts. Mit dem Erwachsenwerden wollen Teenager immer mehr Zeit mit gleichaltrigen Freunden verbringen. Dies beunruhigt viele Eltern. Was sollten Sie tun?

Dies ist ihr erster Schritt ins gesellschaftliche Leben und die Heranwachsenden suchen nach einem eigenen Lebensstil. Natürlich funktioniert das nicht immer perfekt. Idealerweise sollten Eltern ihren Kindern Freiraum geben, aber auch die Grenzen aufzeigen. Auf diese Weise unterstützen wir sie bei dem komplizierten Prozess des Erwachsenwerdens. Trotzdem haben viele Eltern gemischte Gefühle, wenn ihre Sprösslinge sich alleine in die große Welt hinauswagen. Aber akute Kontrollitis ist keine Lösung: Das Ausspionieren Ihrer Teenager vermittelt ihnen den Eindruck, dass Sie ihnen ohnehin nicht trauen. Warum sollten sie sich also die Mühe machen, ihre Versprechen einzuhalten? Es macht auch keinen Sinn, abends vor der Haustür zu warten, bis die Kinder zurück sind.

Welche Regeln sollte ich beachten?

Reden Sie direkt mit Ihrem Teenager über dieses wichtige Thema und stellen Sie gemeinsam einige Regeln auf. Sprechen Sie mit Ihrem Teenager darüber, was absolut verboten ist: zu einem Fremden ins Auto zu steigen, zu jemandem ins Auto zu steigen, der getrunken hat, usw. Sprechen Sie über Alkohol und Cannabis und seien Sie diesbezüglich klar und eindeutig. Außerdem sollte das Thema Sexualität vorher besprochen worden sein, unabhängig von den Uhrzeiten der Verabredungen. Stellen Sie sicher, dass Sie bei Bedarf telefonisch erreichbar sind, besonders wenn Ihr Kind zum ersten Mal ausgeht.

Bis zu welcher Uhrzeit?

Dies sollte mit den Kindern besprochen werden. Teenager machen oft vernünftige Vorschläge, bis wann sie ausgehen wollen. Der erste Ausflug ins Kino mit Freunden muss nicht um 20 Uhr beginnen, wenn 18 Uhr genauso gut ist. Zugleich gilt natürlich das Jugendschutzgesetz. Lesen Sie dazu hier wie lange dürfen 16 jährige draußen bleiben? Die folgenden Empfehlungen von Pädagogen können als weiterer Leitfaden verwendet werden.

  • 12 bis 14 Jahre: unter der Woche bis 21 Uhr, an Wochenenden und Feiertagen bis 23 Uhr.
  • 15 und 16 Jahre: unter der Woche bis 22 Uhr, an Wochenenden und in den Ferien bis Mitternacht.

Wohin soll es gehen?

Führen Sie Ihr Kind allmählich an das Thema Ausgehen heran. Was werden sie mit 16 erleben, wenn sie mit 14 schon alles erlebt haben? Sie müssen nicht gleich in die neueste Disco zum Tanzen gehen. Ein Filmabend, ein Treffen mit Freunden, ein Krimi-Dinner bei einem Klassenkameraden, ein Dorf- oder Nachbarschaftsfest sind ein guter Anfang.

Was ist, wenn es Probleme gibt?

Hat Ihre Tochter zu viel getrunken? Ihr Sohn ist nicht pünktlich mit dem Bus nach Hause gekommen? Nicht jeder Diskussion ist eine Lösung. Teenager können aus ihren Fehlern lernen. Sprechen Sie über die Situation, die entstanden ist, und betonen Sie, dass die Regeln nicht eingehalten wurden. Was Eltern sagen und tun, hinterlässt bei Kindern immer einen Eindruck, auch wenn es nicht sofort das gewünschte Ergebnis bringt. In einer solchen Situation kann es hilfreich sein, über sich selbst zu sprechen, anstatt das Kind mit Schuldzuweisungen zu belasten: „Ich habe mir Sorgen gemacht, weil du nicht so nach Hause gekommen bist, wie wir es gemeinsam geplant haben.“ Versuchen Sie herauszufinden, was falsch gelaufen ist, und fragen Sie Ihr Kind, welche Lösungen es vorschlägt. „Was wirst Du tun, damit es beim nächsten Mal klappt?“ Und fragen Sie, welche Konsequenzen es selbst für gerechtfertigt hält. Junge Menschen sind oft härter zu sich selbst als es die eigenen Eltern wären.

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