Kinderspiele: Der Kaufmannsladen als pädagogisches Spielzeug

Kinder lernen am besten beim Spielen – hier ist es dementsprechend wichtig, den Kindern vielseitiges Spielzeug an die Hand zu geben, an dem sie sich in den verschiedensten Varianten ausprobieren können.

Besonders im Alter um die vier Jahre, probieren sich Kinder besonders gerne in Rollenspielen aus. Hier gibt es Klassiker als Spielumgebung. Einer dieser vielseitigen Klassikern, an dem Kinder viele verschiedene, ganz unterschiedliche Kompetenzen erlernen können ist der Kaufmannsladen für Kinder.

Vielseitige Umgebung für Rollenspiele

Die Fantasie von Kinder ist schier grenzenlos. Sie können sich Umgebungen und Situationen ausdenken und sich in den Rollen hineindenken, die Erwachsenen nicht mal mehr im Traum einfallen. Der Kaufmannsladen ist eine Möglichkeit viele verschiede Situationen auszuprobieren.

Bei Rollenspielen lernen Kinder sich in andere Menschen hineinzudenken und das eigene Verhalten demensprechend anzupassen. Das ist eine wichtige Fähigkeit, die im späteren Leben wertvoll für die Entwicklung von Empathie ist. Kinder die sich in eine Rolle gut hineindenken können, werden sich später in die Situation von ihren Mitmenschen hineindenken können und ihre Sichtweise analysieren können.

Obwohl der Kaufmannsladen heute nicht mehr so aussieht wie die Einkaufsumgebung im echten Leben – wo gibt es noch Tante-Emma-Läden statt Supermärkte? – schaffen Kinder Probleme die kognitive Transferleistung und denken sich in die Rolle von Kunde und Händler. Hier können sie die verschiedenen Sozialdynamiken nachstellen, die sich beim Einkaufen ergeben können und bei Bedarf abwandeln. So werden aus dem Lebensmittelhandel schnell eine Apotheke und aus dem Kunden der Patient. Schon ändert sich das Rollenspiel und es dem Kind in der Rolle des Apothekers oder Apothekerin kommt eine Rolle zu, in der es noch mehr auf Einfühlungsvermögen ankommt.

Grundlegende Rechenmethoden lernen

Im Wesentlichen geht es im Kaufmannsladen, über die gesellschaftliche Rolle, die ein Geschäft auch in der „echten“ Welt der Erwachsenen einnimmt, hinaus, nur um den Tausch von Ware und Geld. Ein entsprechend ausgestatteter Kaufmannsladen unterstützt die kindliche Fantasie dabei, diese Welt kennenzulernen. Ein kleiner Handscanner aus Holz, eine stilisierte Verpackung aus Plastik symbolisieren den Warenaustausch. Dann muss das Kind von sechs Jahren auf einmal in die Rolle der Kassiererin schlüpfen und die gerade in der Schule gelernten Grundrechenarten anwenden. Wie viel waren noch mal 1 + 2?

Währenddessen lernen die Kinder in der Rolle der Kundschaft den spielerischen Umgang mit Geld. Welche und wie viele Produkte können sie sich von ihrem Spielgeld überhaupt leisten? Wofür wollen sie das Geld ausgeben? Diese und noch mehr ganz grundlegende Fragen müssen in einem Kaufmannsladen beim Spiel beantwortet werden.

In einem Kaufmannsladen können Kinder sich auf die verschiedensten Weisen ausprobieren und auch schulmuffelige Kinder lernen ohne es zu merken Grundrechenarten.

Rollenbilder im Kaufmannsladen

Sogar verschiedene Geschlechterrollen können Kinder im Kaufmannsladen ausprobieren. Wer geht einkaufen? Vater oder Mutter? Wer steht hinter der Kasse? Ein Verkäufer oder eine Verkäuferin? Was ist eigentlich die Arbeit eines Verkäufers? Wie ist es eigentlich für den Mitarbeiter eines Supermarkts einen Kunden zu beraten. Hier können Kinder sich ausprobieren und in die unterschiedlichen Rollen schlüpfen. Selbst wenn Kinder es gewohnt sind mit der Mutter einkaufen zu gehen, können Söhne lernen, dass es viel schöner selbst auszusuchen, was eingekauft und gekocht wird.

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