Jugendsport ist kein kostenloser Babysitterdienst

Wenn Kinder an einem Sportprogramm teilnehmen, übernehmen ihre Eltern automatisch einige Verpflichtungen. Einige Eltern verstehen das zunächst nicht und sind überrascht, was von ihnen erwartet wird. Andere nehmen ihre Verantwortung nie wahr, oder sie weigern sich, sie anzunehmen. Folglich verpassen sie Gelegenheiten, ihren Söhnen oder Töchtern beim Wachstum durch Sport zu helfen. Dabei ist Sport wichtig für die Entwicklung und Entspannung der Kinder.

Ein Großteil der Freude der Eltern kommt von der Beobachtung des eigenen Kindes während des Trainings und der Wettkämpfe. Die meisten jungen Sportler schätzen auch das Interesse und die Anwesenheit ihrer Eltern. (Welcher Junge wird nicht dadurch gestärkt, dass er auf die Tribüne schaut und Mama und Papa in verzückter Aufmerksamkeit sieht?) Aber einige Eltern zeigen einen völligen Mangel an Sorge um den Jugendsport, was sehr bedauerlich ist.

Können Eltern ihren Kindern etwas Zeit geben?

Um zum Erfolg eines Programms beizutragen, müssen Eltern bereit sein, sich auf vielfältige Weise zu engagieren. Zunächst müssen sie entscheiden, wie viel Zeit für die sportlichen Aktivitäten ihrer Kinder aufgewendet werden kann. Es kann das Fahren von Kindern zum und vom Training, das Gehen zu Spielen und Treffen sowie die Unterstützung des Trainers beinhalten. Viele Eltern wissen nicht, wie viel Zeit mit solchen Aktivitäten verbracht werden kann. Einige Eltern, die erwarten, dass Sportprogramme die Zeit ihrer Kinder in Anspruch nehmen und ihnen mehr Zeit für sich selbst geben, sind schockiert, wenn sie feststellen, dass sie jetzt mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen als zuvor. Dabei muss es nicht immer Fußball oder eine andere Ballsportart sein. Auch eine Tanztherapie nimmt Zeit und Verantwortung in Anspruch.

Konflikte entstehen, wenn Eltern sehr beschäftigt sind, aber auch interessiert sind und ihre Kinder ermutigen wollen. Eine Herausforderung besteht daher darin, ehrlich mit dem Thema Zeitbindung umzugehen. Hier sind ein paar Tipps, wie man das macht.

  • Bemühen Sie sich, mindestens einige Spiele/Treffen zu sehen und (wenn möglich) auch einige Trainings zu besuchen.
  • Versprechen Sie nie mehr Zeit, als Sie tatsächlich liefern können. Einfach ausgedrückt, schaffen Sie keine Situationen, in denen Sie sich für den Bruch von Verpflichtungen entschuldigen müssen.
  • Fragen Sie nach den Sporterlebnissen Ihres Kindes. Der vielleicht einfachste Weg, Interesse und Unterstützung zu zeigen, ist das Gespräch, besonders nach einem spannenden Wettbewerb.

Sport bietet Kindern und Jugendlichen viele Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung. Sie bieten Eltern auch die Möglichkeit, mit ihren Kindern auf eine Weise zu interagieren, die ihre Beziehung bereichert. Eltern sollten den Fehler vermeiden, den Jugendsport als kostenlosen Babysitter zu behandeln.

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