Tiergestützte Pädagogik für Kinder und Jugendliche

Tiergestützte Pädagogik ist kein modernes Hilfsmittel in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Vielmehr ist die Tierpädagogik seit Jahrzehnten bewährt. Vor allem Kinder und Jugendliche, die Traumas zu verarbeiten haben, können durch den Bezug zum Tier neue Sicherheit und Selbstvertrauen gewinnen. Die unbefangene und ehrliche Freude eines Hundes, das Kind nach kurzer oder längerer Trennung wiederzusehen, verleiht positive Emotionen, die ohne die tiergestützte Pädagogik nur mit wesentlich mehr Arbeit zu erreichen ist. Auch für Kinder mit ADHS können die Tiere zum wichtigen Ruhepol werden.

 

Tierede hilft verschlossenen Kindern

Verschlossene Kinder tun sich in der Kommunikation mit anderen Kindern und Erwachsenen schwer. Dies kann durch negative Erfahrungen in der Vergangenheit begründet sein und mitunter zu ernsten Problemen im Alltag der jungen Menschen führen. Nicht nur die soziale Kommunikation mit Gleichaltrigen, Eltern und Erziehern leidet darunter, sondern in erster Linie die betroffenen Kinder selbst. Kinder, die ein eigenes Haustier halten oder in der tiergestützten Pädagogik regelmäßig mit einem Haustier in Kontakt sind, beginnen meist bereits nach kurzer Zeit, mit dem Tier zu sprechen. Die Tierede ersetzt dabei das Gespräch mit anderen Menschen. Sie ist zwar einseitig, da nur das Kind spricht und das Tier gezwungen ist, zuzuhören, jedoch werden Signale des Tieres als Verständnis und gar Zustimmung interpretiert. Dies hilft dem Kind in dem Aufbau von Selbstvertrauen und zugleich der Gewissheit, dass in der Tierede anvertraute Geheimnisse ganz sicher geheim bleiben.

Delfintherapie, Hundetherapie und Lama Therapie für Kinder und Jugendliche

Ob es nun die Delfintherapie, die Hundetherapie oder gar eine Lama Therapie ist, die dem Kind in seiner Entwicklung hilft, ist zunächst sekundär. Viel wichtiger als die Tierart in der tiergestützten Pädagogik ist die Therapie an sich. Diese muss, je nach Befinden des Kindes, präzise geplant und fachkundig durchgeführt werden. Sowohl die Tiere müssen für die tiergestützte Therapie eine Ausbildung genossen haben, als auch die menschlichen Therapeuten selbst.

Hundetherapie setzt große Anforderungen an die tiergestützte Therapie Ausbildug

Tiergestützte Pädagogik ist meist die Hundetherapie

Die Beziehung zwischen Mensch und Hund ist besonders intensiv. Die Treue und Zuneigung der Vierbeiner, deren weiches Fell sowie ihre Lernbereitschaft und -vermögen sind ideal für die tiergestützte Pädagogik. In der Hundetherapie werden die meisten Fortschritte erzielt. Zumal ist diese, trotz der Knappheit ausgebildeter Therapiehunde, weitaus häufiger und einfacher verfügbar, als die Delfintherapie oder Lama Therapie.

Pädagogen sind in der tiergestützte Therapie Ausbildung besonders gefordert. Sie müssen das Ziel der Therapie stets vor Augen haben und darauf hinarbeiten. Zugleich dürfen sie jedoch nicht die Ansprüche der Therapiehunde außer Acht lassen. Ein Therapiehund kann nur wenige Stunden intensiv arbeiten, ohne selbst geeigneten Ausgleich und Freizeit zu erhalten. Leider gelingt vielen Anbietern der tiergestützten Pädagogik die Balance auf diesem Grad nicht und geht zulasten des kommerziellen Interesses. Das Tier muss mehr leisten, als es zu leisten imstande ist, ohne selbst zu erkranken. Uns sind Fälle bekannt, bei denen eine Therapiehündin derart viel leisten muss, dass zu ihrem eigenen Ausgleich zwei weitere Hunde angeschafft wurden, die einzig und allein für diesen Ausgleich sorgen müssen. Dementsprechend hoch ist die Belastung für das Rudel und die Lebensqualität und -erwartung der Tiere nicht sonderlich hoch. Hier die die Ausbilder gefordert, in der tiergestützte Therapie Ausbildung auch die Voraussetzungen für Wohl der Tiere fest in ihren Lehrplänen zu verankern.

Pädagogik

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