U-18 Wahl

U18-Wahl 2009

Ergebnis der U18-Wahl in Steglitz-Zehlendorf

In Steglitz-Zehlendorf konnten am 18.09. Kinder und Jugendliche in 37 Wahllokalen ihre Stimmen abgeben. Mit einer Beteiligung von über 5000 jungen Menschen ist der Bezirk wie auch bei den ?normalen? Wahlen der Wahlkreis mit der höchsten Wahlbeteiligung. In Steglitz-Zehlendorf gewannen klar die GRÜNEN die Wahl mit 31,14%. Danach folgen CDU und SPD fast gleich auf mit 16,85% bzw. 16,01% der Stimmen.

Ginge es nach den jungen Wählern, wären außerdem DIE PIRATEN, die FDP, DIE LINKE und DIE TIERSCHUTZPARTEI im Bundestag. Dominik Bär, Koordinator der U18-Wahl im Bezirk: Mit unseren erfolgreichen Veranstaltungen im Vorfeld der Wahl konnten wir viele Kinder und Jugendliche für Politik begeistern. Das Interesse war besonders bei Grundschülern sehr hoch. In diesem Bereich wären noch deutlich mehr Wahllokale nötig gewesen. Das zeigt, junge Menschen wollen ihre Meinung sagen und mitbestimmen ? nicht nur durch ihr Kreuzchen bei der Wahl, sondern bei allen Entscheidungen, die sie betreffen: im Elternhaus, in der Schule, in der Kommune und in der großen Politik. Dies ist die Botschaft an die Erwachsenen: Wer Kinder und Jugendliche frühzeitig mitreden und mitbestimmen lässt, muss nicht fürchten, dass sie politikverdrossen werden.?

Das Direktmandat in Steglitz-Zehlendorf geht mit noch größerem Vorsprung an Benedikt Lux von den GRÜNEN. Er entschied die Wahl mit 45,67% der Erststimmen deutlich für sich. Mit 21,08% musste sich der Mandatsinhaber Karl-Georg Wellmann mit dem zweiten Platz begnüngen. Die Klaus-Uwe Benneter landete mit 17,76% auf Platz 3.

 

Ergebnis der Zweitstimmen in Steglitz-Zehlendorf:

Tortendiagramm

Sonstige:

Tierschutz: 6,28%; NPD: 1,62%; VIOLETTE: 1,27%; REP: 0,31%; DKP: 0,24%; MLPD: 0,24%; ödp: 0,17%;

BüSo: 0,14%; PSG: 0,07%; DVU: 0,05%

 

Der Politiker-Parcours 2009

“Die Jugend interessiert sich nicht für Politik, ist vielleicht sogar eine der unpolitischsten der letzten Generationen.”

Eine Aussage, die so oder so ähnlich nicht zum ersten Mal getroffen wurde und trotzdem nicht richtig sein muss. Dies bewiesen rund 200 Schüler und Schülerinnen dieses Jahr beim Politiker-Parcours am 4. September in der Droste-Hülshoff-Oberschule in Berlin-Zehlendorf.

Verschiedene Gruppen aus unterschiedlichen Schulen des Bezirks hatten sich zu diversen Aspekten informiert und bekamen nun die Chance die Direktkandidaten unseres Bezirkes zu ihren individuellen Themen zu löchern. Die Politiker der fünf anwesenden Parteien waren aufgefordert im 20-Minuten-Takt den Tisch und damit den Themenbereich zu wechseln. So war es den Schülerinnen und Schülern möglich die Standpunkte der Grünen, FDP, Linken, SPD und CDU zu er- und hinterfragen. Die Piratenpartei, die sich ebenfalls angekündigt hatte, erschien leider nicht zu dem Termin. Das hielt allerdings niemanden davon ab, hitzige Diskussionen zu führen sowie endlich mal das persönliche Gespräch mit den Politikern zu suchen und auch zu finden. Die Pausen wurden dann nicht nur zur Stärkung genutzt, sondern auch um die Wahlkampfstände der Parteien zu begutachten und begehrte Wahlkampfgeschenke zu plündern. Nach der Präsentation der Ergebnisse, bei der die FDP nicht unbedingt blendend abgeschnitten hatte, kam der krönende Abschluss. Jeweils ein möglicher Koalitionspartner sowie eine politisch möglichst weit entfernte Partei bewerteten die Wahlplakate der anderen Parteien, was im Publikum durchaus nicht nur verhaltenes Schmunzeln, sondern auch gerne schallendes Gelächter hervorzurufen vermochte. Insgesamt lässt sich der Politiker-Parcours wohl als Riesenerfolg beschreiben, bei dem sowohl die Schüler und Schülerinnen als auch die Politiker viel Spaß hatten und die Kontaktaufnahme mit der Politik für beide Seiten mal viel entspannter ablief. Es bleibt nur zu hoffen, dass bei der nächsten Gelegenheit wieder so eine tolle Aktion organisiert werden kann!

Der Politikerparcours wurd ermöglicht durch die Unterstützung von respectabel – U18 Aktion Berlin. Herzlichen Dank!

Niklas Kuck

 

 

 

Bisher gibt es in Steglitz-Zehlendorf 30 Wahllokale und damit die meisten in ganz Berlin. Damit möglichst viele Kinder und Jugendliche an der Wahl teilnehmen können, suchen wir jedoch weiterhin nach Grund- und Oberschulen, Jugendeinrichtungen oder öffentlichen Orten, die sich beteiligen möchten. Die Teilnahme an der Wahl als Wahllokal funktioniert ganz einfach. Bei Interesse können Sie sich im Internet unter www.u18.org anmelden, alle weiteren Informationen bekommen Sie dann von uns.

Wahllokale in Steglitz-Zehlendorf

In all diesen Einrichtungen könnt ihr bei der U18 Wahl am 18. September eure Stimme abgeben.

 

  • Schulstation der Hünefeld Grundschule
  • Nikolaus-August-Otto-Schule
  • Kinderbetreuungshaus Ramsteinweg
  • Haus der Jugend Albert Schweitzer
  • Kinder- und Jugendhaus Immenweg
  • Jugendwahllokal im Mehrgenerationenhaus
  • Fichtenberg-Oberschule
  • Zephir’s Sport-Attack
  • Beucke-Schule
  • Max-von-Laue-Schule
  • JFE Düppel
  • JFE Wannsee
  • JFE G.Marshall
  • JFE Schottenburg
  • Käseglocke
  • Mobiles Wahllokal
  • Rudolf Steiner Schule
  • Wilma-Rudolph-Oberschule
  • John F. Kennedy School
  • Holzkirche
  • JFE Wichura-Club
  • Jugendcafe Imitsch
  •  Lilienthalgymnasium
  •  JFE Flemmingstraße
  •  Schülerclub NBH Wannseebahn e.V.
  •  Schulstation “Lichthof” Mühlenau Grundschule
  •  Rathaus Wannsee/ Jugendpartys-Berlin e.V.
  •  Paulsen-Gymnasium
  •  Verein zur Förderung der politischen Bildung
  •  Ingeborg-Drehwitz-Bibliothek im Schloß
  •  Gymnasium Steglitz
  •  Beethoven-Schule
  •  Red Orange Club

Die Jugendwahlinitiative U18 macht es möglich, dass neun Tage vor der Bundestagswahl 2009 alle Menschen unter 18 Jahren ihrer politischen Meinung Ausdruck verleihen und zu einer eigenen Wahl gehen können. Was vor zwölf Jahren als regionale Idee in Berlin entstand und 2005 erstmalig bundesweit in kleinem Maßstab getestet wurde, hat sich zur größten politischen Bildungskampagne für Kinder und Jugendliche in Deutschland entwickelt. Auf Bundesebene wird die parteipolitisch unabhängige Wahlinitiative U18 unterstützt vom Deutschen Bundesjugendring, dem Deutschen Kinderhilfswerk, der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V., der Deutschen Jugendfeuerwehr, dem Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder und der Stiftung Demokratische Jugend. Darüber hinaus engagieren sich unter anderem sechs Landesjugendringe sowie die Stiftung SPI, Gangway e.V., der Kinderring Berlin e.V. und das Berliner Netzwerk U18 für die Jugendwahl. Schon zum Start der U18-Kampagne werden durch die unterstützenden Organisationen über sechs Millionen Kinder und Jugendliche direkt angesprochen. Hinzu kommen viele Hunderttausend junge Menschen, die sich eigeninitiativ auf lokaler Ebene, zum Beispiel in Jugendzentren, Schulen oder Sportvereinen, beteiligen.

Plakat von u18 2006U18 bringt Kinder und Jugendliche dazu, sich mit Politik zu beschäftigen. Viele erfahren zum ersten Mal, was Demokratie eigentlich bedeutet, wie ihre Spielregeln sind und was es mit den eigenen Mitwirkungsrechten und Mitbestimmungsmöglichkeiten auf sich hat.

U18 steht für die Ernsthaftigkeit im Umgang mit den Bundestagswahlen und der spielerischen Heranführung an politische Inhalte, Parteien und das Wahlverfahren.

Das KiJuB hat die Funktion einer Koordinierungsstelle für den Bezirk Steglitz-Zehlendorf übernommen. Wenn ihr ein Wahllokal in eurer Nähe öffnen wollt, ihre Einrichtung oder Schule sich dafür anbietet, meldet euch bei uns.

Mehr Informationen gibt es unter www.u18.org und hier unten. Außerdem findet ihr einen Newsletter mit Methoden und Interviews zu U18 zum download auf Infos für Schülervertretungen. Das KiJuB gibt eine monatlichen Emailnewsletter heraus, den ihr bei uns bestellen könnt.

Hohe Wahlbeteiligung für 2009 erwartet

Für die Wahl im nächsten Jahr rechnen die Initiatoren mit einer vielfach höheren Wahlbeteiligung. Denn erstmalig wird U18 durch die führenden Jugendorganisationen Deutschlands unterstützt. Allein die im Deutschen Bundesjugendring zusammengeschlossenen Jugendorganisationen vertreten die Interessen von fast sechs Millionen jungen Menschen. Rechnet man die vielen Hunderttausend Kinder und Jugendlichen hinzu, die sich unabhängig von etablierten Organisationen auf regionaler Ebene für U18 engagieren, dürfte eine deutlich sechsstellige Zahl von Wählerinnen und Wählern unter 18 realistisch sein.

Die Vorbereitungen zur U18-Wahl haben bereits begonnen

Ab sofort können Wahllokale über die Website www.U18.org angemeldet und zum Beispiel in Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, Schulen, Schulclubs etc. eingerichtet werden. Auf der Website werden in Kürze auch altersgerecht aufbereitete Materialien für die theoretische und praktische Vorbereitung auf die Wahl zum Download zur Verfügung gestellt.

Für die Heranführung der Kinder und Jugendlichen an die Themen Wahlen, demokratische Mitwirkung, Parteiprogramme und Wahlverfahren zeichnen die lokalen Organisatoren verantwortlich. Bereits Tradition ist es, dass jedes Wahllokal seine Wahlurne selbst herstellt, auf der U18-Website präsentiert und von den anderen Teilnehmern bewerten lässt. ?Für uns ist die Vorbereitungsphase, in der sich die Kinder und Jugendlichen mit den politischen Inhalten und Prozessen sowie Parteien, Politikern und Politikerinnen auseinandersetzen, am wichtigsten. Der Wahltag dokumentiert sozusagen unseren gemeinsamen Erfolg. Besonders freut es uns natürlich, wenn U18 dazu beiträgt, dass sich junge Menschen dauerhaft politisch engagieren?, so Candida Splett, Sprecherin des Netzwerks U18.

 

Die Wahl

Höhepunkt der Initiative ist der Wahltag, der neun Tage vor der offiziellen Bundestagswahl stattfindet. Wie bei der echten Bundestagswahl können alle unter 18 auf einem originalen” Wahlschein ankreuzen, welcher Partei sie ihre Stimme geben. Die Auszählung der Stimmen beginnt nach Schließung der Wahllokale ab 18:00 Uhr. Die Ergebnisse werden der U18-Wahlleitung übermittelt und unverzüglich der Öffentlichkeit präsentiert.