Spielplätze und Straßen

Spielplätze und Straßen

Spielplätze sind gerade in einer Stadt wie Berlin wichtige Aufenthaltsorte für Kinder. Sie dienen der Zusammenkunft. Hier können Kinder ihren Bewegungsdrang ausleben. Dabei gibt es sehr unterschiedliche Spielplätze für verschiedene Altersgruppen.

Damit der Spielplatz der Nutzergruppe entsprechend ist, ist es wichtig, die Kinder und Jugendlichen aus dem Kiez an der Gestaltung der Spielflächen zu beteiligen. Immer wieder gibt es Beschwerden über den Zustand von Spielplätzen. Mal treffen sich Jugendliche auf Kinderspielplätzen, mal werden Geräte nicht gut angenommen. Wenn die Kinder und Jugendlichen in die Planung und Gestaltung von Spielplätzen eingebunden sind, lassen sich solche Fehlplanungen verhindern und Vandalismus vorbeugen.

Das Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf hat in den letzten Jahren bei verschiedenen Spielplatzneugestaltungen oder auch Neubauten für eine umfassende, kindgerechte Form der Beteiligung gesorgt. Bei den Spielplatzplanungen wurden die Anliegen der Kinder in Beteiligungsaktionen aufgenommen und umgesetzt. Dokumentationen können bei uns bestellt werden oder finden Sie hier.

Folgende Spielplätze wurden bzw. werden von 2013-2015 mit der Betetilgung von Kindern um- oder neugestaltet:

  • Spielplatz Goebenwiese (Eröffnung 2014)
  • Spielplatz im Triestpark (Eröffnung geplant 2015)
  • Spielplatz im Harry-Breslau-Park (Eröffnung geplant 2015)
  • Spielplatz  Pertisauer Weg (Eröffnung geplant 2015)

Methoden der Beteiligung
Spielräume sind für Kinder wichtige Lernorte, sie erschließen sich ihre Umwelt im Spiel und durch ihr Handeln. Spielplätze sind daher bedeutsame Begegnungs-, Kommunikations- und Beziehungsorte für jüngere und ältere Kinder. Dementsprechend müssen Kinder als Expert_innen ihrer Lebenswelt immer die Möglichkeit haben, sich an den Planungen der Spielräume durch altersangemessene Methoden zu beteiligen.

Beispiele für kreative und spielerische Methoden, die Kindern ein Mitwirken an der Planung ermöglichen

  • gemeinsame Spielplatzerkundung mit Stift und Papier oder Fotoapparat „Was gefällt mir / Was gefällt mir nicht”
  • Fantasiereise auf unseren Traumspielplatz
  • Spielgeräteerfindungsspiel
  • Malen von Spielgeräten (im Rahmen des Erfindungsspiels)
  • Modellbau in Kleingruppen

Immer wieder gibt es Baustellen, die Wege blockieren. Manchmal wird auch gerade deshalb ein Weg schwer passierbar, weil schon lange nichts mehr erneuert wurde. Kinder haben oft einen besseren Blick für das, was vor allem sie selbst behindert. Ob nun ein Fahrradweg neu markiert werden soll oder eine Bordsteinkante zum unüberwindlichen Hindernis geworden ist, die Kinder können darauf aufmerksam machen und sich an der Straßenplanung beteiligen.

 

Beteiligungsworkshop zur Spielplatzplanung Goebenwiese 2013:

 

Ideensprint: Warum ist es wichtig, dass Kinder Spielplätze mit planen?